Pickleball-Lob verteidigen: drehen, laufen und sicher zurückspielen
Hohe Lobs im Pickleball sicher verteidigen: Treffpunkt lesen, seitlich drehen, den Ball verfolgen, aufspringen lassen und mit drei Übungen wieder nach vorn kommen.

Ein Lob zwingt dich nicht automatisch aus dem Punkt. Entscheidend ist, was du in den ersten beiden Schritten machst: den hohen Ball früh lesen, den Körper seitlich drehen und zum Auftreffpunkt laufen, ohne die Sicht auf den Ball zu verlieren. So verteidigst du tiefe Lobs kontrollierter und gewinnst Zeit für den nächsten Schlag.

Den Lob früh erkennen
Warte nicht, bis der Ball über deine Schulter fliegt. Beobachte den Paddle-Weg und den Treffpunkt deines Gegners. Trifft er den Ball unterhalb der Körpermitte mit einer deutlich hebenden Bewegung, ist ein Lob wahrscheinlicher. Ein flacherer Kontakt auf Hüft- oder Körperhöhe deutet eher auf einen Drive oder einen Drop hin.
Sobald du den hohen Ball erkennst, bleib nicht frontal zur Küche stehen. Rückwärtslaufen sieht zunächst schnell aus, nimmt dir aber die Sicht und macht den nächsten Schritt unsicher. Besonders auf einem tiefen Ball hinter dir ist das Risiko groß, über die Ferse zu stolpern.
Seitlich drehen und zum Ball laufen
Drehe dich sofort etwa 90 Grad, sodass eine Schulter zum hinteren Zaun zeigt. Laufe dann seitlich in Richtung der Landestelle. Dein Oberkörper bleibt quer zum Spielfeld, während deine Augen den Ball verfolgen. Drehe dich nicht so weit, dass dein Rücken vollständig zum Netz zeigt. Sonst verlierst du den Ball aus dem Blick und erkennst eine mögliche Overhead-Chance zu spät.

Der seitliche Lauf lässt dir zwei Optionen. Ist der Ball kurz und langsam genug, kannst du ihn als Overhead nehmen. Bleibt er tief und fliegt bis zur Grundlinie, lass ihn aufprallen. Ein sicherer Bounce ist besser als ein überhasteter Schlag im Rückwärtslaufen.
Anzeige
Nach dem Aufprall ruhig zurückspielen
Komme unter den Ball und nimm ihn möglichst auf Kniehöhe oder darunter. Von einer tiefen, aus dem Gleichgewicht geratenen Position aus brauchst du keinen harten Drive zu erzwingen. Hebe den Ball stattdessen kontrolliert und tief zurück. Damit verschaffst du dir Zeit, wieder nach vorn zu kommen.
Der nächste Fehler ist, nach dem Lauf stehen zu bleiben. Nach deinem Rückschlag gehst du wieder in Richtung Küchenlinie, sobald der Ball und deine Balance es erlauben. Dein Partner sollte währenddessen die freie Seite und die Mitte im Blick behalten. Beide müssen nicht blind zur gleichen Stelle laufen.
Drei Übungen für die Lobabwehr
1. Drehen ohne Ball: Stelle dich an die Küchenlinie. Dein Partner zeigt mit dem Paddle einen hohen Ball an. Du drehst dich seitlich, läufst einige Schritte quer und hältst den Blick nach oben. Wiederhole die Bewegung zu beiden Seiten. Achte darauf, nicht rückwärts zu kreuzen.
2. Lesen, laufen, aufspringen lassen: Dein Partner spielt Lobs in wechselnde Tiefen. Lies zuerst den Treffpunkt, drehe dich, laufe seitlich und lass tiefe Bälle einmal aufspringen. Spiele sie mit einer ruhigen, hohen Flugbahn zurück. Nimm nur einen klar erreichbaren kurzen Lob als Overhead.
3. Rückschlag plus Erholung: Nach jedem defensiven Rückschlag legst du den Paddle wieder vor den Körper und bewegst dich kontrolliert Richtung Küchenlinie. Der Partner spielt den nächsten Ball nicht sofort hart, sondern prüft, ob du deine Bereitschaftsposition wieder erreicht hast.
Häufige Fehler vermeiden
Laufe nicht mit dem Rücken zum Netz, starre nicht nur auf die Landelinie und versuche keinen riskanten Angriffsschlag aus einer tiefen Rückwärtsposition. Der wichtigste Ablauf lautet: früh lesen, seitlich drehen, Ball im Blick behalten, aufspringen lassen, wenn nötig, und danach wieder Ordnung in die Position bringen.
Über den Autor
PickleballTrue wird von einem Freizeitspieler in Vietnam betrieben. Unsere Ratgeber erklären Technik, Regeln und Ausrüstung verständlich für Einsteiger und Vereinsspieler, und wir korrigieren Fehler, sobald Leser uns darauf hinweisen. Mehr über uns →
Anzeige